Als im Jahr 2009 mein Roman "Feichtenbach" über das Sanatorium Wienerwald bei Pernitz erschien, hatte ich die vage Hoffnung, dass man sich nun endlich auch dem Thema "Lebensborn" in Österreich historisch nähern würde. Immerhin wurden in Feichtenbach zwischen 1200 und 1500 Kinder geboren, die noch heute nach ihren Wurzeln suchen ...jedoch ...es kam anders ... Da das Haus ziemlich "herrenlos" da stand, zog es natürlich auch allerlei zwielichtige Gestalten an und jetzt sieht es dort SO aus. Für den historischen Hintergrund des Hauses gab es zwar "aussagekräftiges Interesse", aber nur in eine bestimmte Richtung, daher hier nochmals eine Kurzfassung: Sanatorium Wienerwald, berühmte Lungenheilstätte zweier jüdischer Ärzte, in der sich auch Franz Kafka aufhielt, bevor er in Kierling starb. Lebensbornheim Feichtenbach , von den Nazis beschlagnahmt, umgebaut und als Kinderheim für ledige Mütter u.ä. geführt. Urlauberheim der Gewerkschaft ...
Im Jahr 1961 kam der amerikanische Präsident J.F. Kennedy mit seiner Gattin Jackie auf Staatsbesuch nach Österreich und ein - bis dahin bei uns unbekannter - Mann, musste auf Jackie´s Wunsch bei der Gala-Vorführung in der Spanischen Hofreitschule in der ersten Reihe sitzen, neben Eunice Kennedy. Text W. Tschuppik Es war der Maler Franz Bueb, der in Grillenberg, NÖ lebte. Jackie wollte unbedingt ein Bild von den Lipizzanern, jedoch gemalt von Franz Bueb. Und so begann Bueb´s Aufstieg zum Lipizzanermaler der High Society in den USA. Unzählige Covers der Lifestyle Magazine Town & Country und Polo sind mit Franz Buebs Zeichnungen erschienen. Der Millionär und Immobilieninvestor Walter Etling, nannte sein Café in Miami sogar "Café Lipizza" und ließ dessen Wände von Franz Bueb mit Lippizanern bemalen. Wir feiern in den nächsten Tagen 450 Jahre Spanische Hofreitschule.Schade, dass man dabei auf den großartigen Künstler Franz Bueb und seine wunderschö...
Oben - Lungenheilstätte, Sanatorium Wienerwald in Feichtenbach. Hier hielt sich auch Franz Kafka einige Monate auf, bevor er in Kierling starb. Im Jahr 1938 wurde das Sanatorium von den Nazis beschlagnahmt und zu einem Lebensbornheim umgebaut. Vermutlich über 1000 Kinder wurden hier geboren, viele blieben über ihre Herkunft im Ungewissen und suchen noch heute ihre Eltern. Später diente das Heim als Erholungsheim der Gewerkschaft der Metallarbeiter, zur Zeit steht es leer und dem Verfall preisgegeben. http://vabene.at/collect/faction/224-4.htm
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